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Tour zur portugiesischen Algarve 2019


Wir in Deutschland können uns wahrlich nicht über zu wenig schöne Motorrad-Gegenden beschweren, dennoch gibt es auf dieser Welt auch noch viele andere Länder und Regionen, in denen man in traumhafter Kulisse am Gashahn ziehen kann. Eine dieser Gegenden ist die portugiesische Algarve Küste. Wir haben die Chance ergriffen und uns auf der KTM Duke 690 und SMC 690 portugiesischen Wind um die Nase wehen lassen. Und weil das alles noch nicht genug war, haben wir auch noch einen Tag auf den KTM EXC 450 Enduro Motorrädern dran gehangen!

Wenn sich in Deutschland die Motorradsaison dem Ende neigt, geht sie an anderen Orten auf dieser Welt erst so richtig los. Der Plan war es zwei Tage lang mit den KTM Duke 690 Leihmaschinen auf der Straße unterwegs zu sein um dann abschließend, nach einem Ruhetag, noch einmal auf den EXC 450 Enduro-Maschinen im Gelände richtig Gas zu geben.

Anfang November 2019 machten wir uns mit dem Flugzeug auf den Weg in Richtung Faro. Dort wurde schnell ein Mietwagen eingesammelt und nach knapp 100 km waren wir am Ziel angekommen - das kleine Fischerdorf Arrifana mit seiner malerischen Atlantikbucht.

Empfangen wurden wir vom Chef höchstpersönlich. Und da er 20 Jahre Motorsport im Blut hat, weiß er auch, was seine Motorradgäste zu schätzen wissen. Da es schon spät war, wurden schnell die Klamotten in unser Doppelzimmer gepackt und nach einem „Super Bock“ Begrüßungsbier und einer kurzen Absprache über den morgigen Tag ging es dann auch schnell ins Bett. Rund 250 km feinste Küstenstraßen und kleine Bergpässe warteten darauf von uns erkundet zu werden!

Nach einem ausgiebigen Frühstück warteten im Vorgarten bereits die vollgetankten Maschinen samt Guide auf uns und alle waren bereit zu starten. Der Vormittag sollte an der Küste entlangführen und was schon in den Erzählungen gut klang, war in Wirklichkeit noch viel schöner. Immer wieder führten uns die kleinen Straßen nah an die Küste heran, sodass man regelmäßig einen umwerfenden Blick auf den Atlantik hatte. Kein Wunder also, dass wir jede Menge kurze Stopps einlegten, um einfach nur kurz den Moment zu genießen oder ein Erinnerungsfoto zu schießen. Nachdem wir die Mittagspause in einem kleinen Strandcafé verbracht haben, war es am Nachmittag Zeit um ins Gebirge zu fahren. Das Monchique Gebirge, welches ca. 30 Minuten im Landesinneren liegt, reicht knapp bis an die 1000 Höhenmeter und bietet zahlreiche, gut asphaltierte Straßen mit unzähligen Kurven und genialen Ausblicken über die Südwest-Küste. Das Highlight waren die unzähligen, langgezogenen Kurven in denen man die Motorräder mit ordentlich Gas in Schieflage bringen konnte. Nach rund 190 km auf den Dukes traten wir langsam den Rückweg an, der uns nochmal entlang der Küste führt, um uns schlussendlich in Arrifana wieder auszuspucken. Nun stand uns ein entspannter Abend im Garten der Ride Portugal Lodge bevor, den wir mit Blick auf den Sonnenuntergang am Grill verbrachten.

Der nächste Tag verlief ähnlich wie der erste, allerdings hat unser Guide es tatsächlich geschafft kaum eine Straße zu fahren, die wir bereits am ersten Tag unter die Räder genommen haben. Die Möglichkeiten schöne Touren an der Algarve zu fahren scheinen also unendlich zu sein.

Der dritte Tag galt ganz der Entspannung bzw. dem Alternativprogramm. Wie es sich für ein Gästehaus an der Atlantikküste gehört, bieten wir auch jegliche Art von Wassersport an. Wir haben uns für Surfbretter entschieden und den Tag am Strand verbracht.

Als Abschluss unserer Reise sollte uns ein Tag auf den Endurobikes noch mal alles abverlangen. Guide Merlin fährt seit Kindestagen an der Algarve und kennt jeden noch so kleinen Trail. Egal ob man im Sand, in Eukalyptuswäldern oder im Hardenduro-Style durch das Monchique Gebirge fahren möchte, innerhalb von wenigen Kilometern hat Merlin einen passenden Trail gefunden. Insgesamt waren wir 7 Stunden auf den EXC Maschinen unterwegs und am Ende fix und fertig. Die Variabilität der Trails und die verschiedenen Schwierigkeitsgrade verlangen einem hier alles ab, wenn man möchte. Wir sind an der Küste in den Dünen gefahren, durch ausgetrocknete Flussbetten, haben im Staub steile Auffahrten bezwungen und Steinfelder in Angriff genommen, die teilweise zu Fuß schon schwierig waren. Am Ende des Tages waren wir zwar völlig erschöpft, aber auch wahnsinnig beeindruckt was hier alles möglich ist!

Grundsätzlich bucht man bei Biker-Konzept Komplettpakete in denen Leihmotorräder, Guiding, Benzin, Unterkunft, Frühstück und das Mittagessen inklusive sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob man seine Urlaubstage auf dem Straßen- oder Enduro-Motorrad verbringen möchte. Wer trotz des guten Angebots immer noch individuelle Wünsche hat, wird mit dem Team sicherlich eine Lösung finden.

Für uns steht nach diesen vier Tagen auf jeden Fall fest, dass wir definitiv wiederkommen werden - hier gibt es nämlich noch weit mehr zu entdecken, haben wir uns sagen lassen!